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Ist der hohe Safran-Preis berechtigt?

Ist der hohe Safran-Preis eigentlich gerechtfertigt? Ja! Denn nicht umsonst wird das Knollengewächs auch als kleinste Apotheke der Welt bezeichnet. Es heilt kleine Wehwehchen, lindert ernsthafte Erkrankungen, streichelt die Seele und unterstützt das Abnehmen. Und in der Küche darf Safran wegen seinem unverwechselbaren und vielseitig einsetzbaren Aroma natürlich nicht fehlen.

Wussten Sie schon? – Safran lässt schlechte Laune verschwinden

Zwar machen die vielen, gesundheitsfördernden Eigenschaften des Knollengewächses nicht den Safran-Preis aus. Aber nur wenige Heilpflanzen sind in so vielseitig für die Gesundheit einsetzbar wie es nun einmal bei Safran ist. Und noch eins hat das kostbare Gewürz anderen Heilkräutern voraus: es ist in vielen Bereichen der Schulmedizin anerkennt. In dutzendfachen Untersuchungen wurden mittlerweile die positiven Wirkungsweisen von Safran belegt. Doch die Heilkraft des Knollengewächses ist nicht neu. Die Perser wussten schon vor Jahrhunderten, dass ein Safran-Tee gute Laune macht.

Heute weiß die Wissenschaft auch weshalb das so ist. Bereits 2001 belegte eine Studie, dass das Gewürz anti-depressiv wirkt. Allerdings wurde die Untersuchung nur an Mäusen durchgeführt. Im Jahr 2010 veröffentlichten Mediziner eine klinische Studie mit einem erstaunlichen Ergebnis für die Schulmedizin. Denn tatsächlich zeigte die anti-depressive Eigenschaft von Safran bei Probanden mit leichten bis mittelschweren Depressionen nach etwa sechs Wochen sichtbare Ergebnisse. Aber nicht nur das. Zwei weitere Studien konnten sogar belegen, dass Safran nach etwa 60 Wochen genauso wirkt wie das Antidepressivum Imipramin. Außerdem wurden im Gegensatz zum Arzneimittel beim Knollengewächs keine Nebenwirkungen beobachtet.

Ja, der Safran-Preis ist hoch – und doch ein unbezahlbares Heilmittel bei Krebs

Doch Safran vertreibt nicht nur depressive Verstimmungen. Die Liste der gesundheitsfördernden Eigenschaften des Krauts ist nämlich sehr lang. Auch bei Krebserkrankungen wird das kostbare Kraut eingesetzt und kann sogar den Zelltod von verschiedenen Tumorarten herbeiführen. Außerdem ist nachgewiesen, dass die Einnahme von Safran bei Lungenkrebs den Verlauf der Erkrankung verbessert, es die Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie hemmt und bei Dickdarmkrebs den Wachstum aufhält. Ursachen für die starke Heilkraft bei verschiedenen Krebserkrankungen sind die Inhaltsstoffe Crocin und Crocetin, die Safran seine typische Farbe geben, sowie Safranal, welches eines der Hauptbestandteile des Gewächses ist.

Safran als natürliches Medikament bei Alzheimer – und das ohne Nebenwirkungen

Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb der hohe Safran-Preis nicht relevant ist. Denn in Untersuchungen zeigte sich, dass Safran bei Alzheimer die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann. Die Erkrankung ist keine Seltenheit mehr. Jeder 12. Deutsche über 65 Jahren ist von Alzheimer betroffen. Zwar gibt es Medikamente für die Verbesserung der Symptome, doch diese sind sehr oft mit hohen Nebenwirkungen verbunden. Mit Safran ist das anders. In einer klinischen Untersuchung, die in mehreren Kliniken etwa 22 Wochen durchgeführt wurde, konnten Mediziner belegen, dass Safran genauso effizient wie das Alzheimer-Medikament Aricept ist. Das Arzneimittel wird unter anderem eingesetzt, um bei Alzheimer-Patienten die Gedächtnisfunktion zu regulieren. Doch das Medikament verursacht bei vielen Patienten Übelkeit. Safran hingegen bewirkt keine Nebenwirkungen und ist allein deshalb für viele Alzheimer-Patienten ein hoffungsvolles Medikament.

Möchten Sie schöne Haut? – Auch das kann das teuerste Gewürz der Welt

Selbst in der Kosmetik ist das wertvolle Knollengewächs zu finden. Und wieder einmal ist es das Glykan Crocin, das über pflegende Eigenschaften verfügt. Es soll bei äußerlicher Anwendung die Zellkommunikation anregen. Das wiederum bewirkt, dass sich der Teint regenerieren kann und die Haut mehr Spannkraft bekommt. Im arabischen Raum wird Safran seit Jahrtausenden für die Schönheit verwendet. Auch dass das Gewürz zum Haare färben geeignet ist, wusste man schon im Mittelalter.

Wussten Sie schon, dass Safran teurer als Gold ist?

Aber vor allem bleibt Safran eins: ein Gewürz mit unverwechselbarem Aroma. Doch lohnt sich der hohe Safran-Preis, nur um damit zu würzen? Dem englischen König Heinrich VIII. würde bei dieser Frage das Entsetzen im Gesicht stehen. Denn der König (1491-1547) liebte das Gewürz so sehr in seinem Essen, dass er den Frauen am Hof verbot, die Kleider mit Safran zu färben. Auch heute gehört Safran trotz des stolzen Preises zu den Standardgewürzen. Wobei es weltweit Unterschiede beim Verbrauch und bei der Verwendung gibt.

Selbst in Deutschland ist das Knollengewürz immer mehr in den Küchen zu finden. Der Grund liegt einerseits am Geschmack, der mit einer bitter-süßen Mischung einen einzigartigen Charakter bekommt. Anderseits macht Safran bekanntlich den Kuchen gelb. Die sonnig-gelbe bis rötliche Farbgebung lässt Speisen zu einem Augenschmaus werden. Zudem ist Safran vielseitig und gibt nicht nur Paella und Fisch ein unverwechselbares Aroma. Auch für viele süße Speisen ist das Gewürz geeignet.

Bewahren Sie das kostbare Gewürz trocken und dunkel auf

Für wen der hohe Safran-Preis keine Rolle spielt, sollte das Gewürz optimal lagern. Dann kann man von der langen Haltbarkeit von Safran profitieren. Vor allem muss es dunkel und trocken lagern. Außerdem werden für die Essenszubereitung nur kleine Mengen benötigt. Zu viel Safran lässt das Essen bitter schmecken. In der Regel reicht etwa ein Gramm der Fäden, um eine Mahlzeit zuzubereiten. Bei Fäden ist es am besten, wenn sie in etwa 120 Milliliter Wasser oder Milch für etwa 20 Minuten eingeweicht werden. Brühe und sogar Essig funktionieren ebenfalls. Mit dem Einweichen des Gewürzes lässt sich die Farbe und die Inhaltsstoffe lösen. Wird die fertige Lösung später ins Essen hinzugegeben, bekommen die Speisen ihre typische Farbe.

Wer auf Qualität setzt und für den hohen Safran-Preis auch Hochwertigkeit bekommen möchte, sollte sich beim Einkauf für Safran-Fäden entscheiden und nicht für die gemahlene Sorte. Denn es kommt häufig vor, dass das gemahlene Produkt Beimischungen wie Kurkuma enthält, was die Qualität des Produktes maßgeblich trübt und das sollte nicht sein. Schließlich erwartet man beim teuersten Gewürz der Welt eine lupenreine Qualität.